VOICES FROM THE PAST

Wonderous Stories, November 1994

TALES

I understand CYE are a Swiss collaboration and I instantly wondered what the vocals would be like in English. No problem. If you are a YES or CAMEL fan you will instantly fall in love with CYE. They are an inventive four piece band with some excellent STEVE HOWE style guitar. The first and last track are prog heaven at over twelve minutes with the remaining five tracks averaging five minutes. Marko Heinemann is the excellent guitarist who peppers the speakers with rapid bursts of sound, while the rest of the band are Martin Muller (drums), René Tecklenburg (keyboards) and Michael Wernli (vocals/bass/keyboards) with some additional keyboards from Michael Ricar.

GENTLE GIANT come to my mind on "Invisible to Mortal Eyes" helping to make "TALES" a great prog album full of stops and starts and sound effects essential to the pomp and splendour required. Just here and there it loses the emphasis but all in all an essential part ot the prog kit.

4.5 out 6. Dave Robinson, Loughborough

TALES

Die Artrock-Gruppe erreicht mit dieser zweiten CD-Veröffentlichung jene epische Breite und barocke Vielfalt, die bei der ersten Produktion noch nicht möglich war, Doch wie schon in früheren Jahren stellen die "Kopfmusiker" an sich selber hohe Ansprüche, untermauern ihr komplexes Wirken mit philosophischen Konzepten, literarischen Einfällen, Mythologien aber auch Episoden des Alltags. CYE führen in sieben Etappen durch ihr Märchenland, bauen da und dort versteckte Hinweise und verschlüsselte Symbole ein. Balladeske, rockige und spährische Abschnitte wechseln sich ab, angereichert durch hörspielartige Zwischensequenzen. "Tales" ist nicht nur eine synthetische Studiogeburt, sondern dokumentiert auch zwei Livetracks.

Swiss Music Info N°17/18, November/Dezember 1994
Music Scene, November 1994

TALES

Es gibt sie also auch in der Schweiz: die Erben von Yes, Camel und den frühen Genesis. CYE haben sich einem von der Kritik immer geschmähten Stil, dem Progressive-Rock, verschrieben. Schwer zu beschreiben, aber immerhin Musik, die nicht nur einfach gefällig sein will. Der symphonische Kunstrock mit vertrackten Breaks und Einflüssen aus Jazz und Klassik artikuliert sich mit lyrisch/obskuren Texten zu einem dynamischen, aufwendigen Ganzen. Metaphysische Visionen, welche im Konzert entwder gähnende Langeweile oder totale Hingabe provozieren.

(bb)

Acid Dragon Dezember 1994

TALES

It is goot to see, that prog really is an international music. And that excellent records are still coming from countries, well, not specially known for their music... Switzerland, for example. Although, when you think of it, there has been a good number of fine prog bands coming from this little country - Circus, Flame Dream, Dragonfly, Deyss or, more recently, Galahad and Clepsydra. And CYE istn't the least interesting in the long tradition of Swiss prog bands! Progressive rock being a very-well worn musical path by now, with well-known trends and currents, with many bands (bad as well as good) influenced by other and previous bands, it always comes as a nice surprise to discover a band, which doesn't sound like this or that... I'd be really in pain to compete CYE's music with anyone else's. And in the realm of prog it may be one of the biggest praises! CYE's approach to prog is a delicate balance between acoustic and electric, a play between quiet and elaborate instrumental tracks, nice songs and some sound effects (children's voices, birdsongs, thunder...). There is a good use of the silence as an integral part of their music (something which is far too rare in prog, in my opinion), there's Michael Wernlis voice (fragile, adolescent and just a bit plaintive), there's Marko Heinemann's subtle guitar play, there's René Tecklenburgs acid keyboards... Well, this is an alchemy. Beautiful, Simply beautiful. (APR)

Sophisticated Rock Magazin, August 1993

The Final Touch

Auch die kleine Schweiz bringt mehr und mehr interessante und hörenswerte Gruppen hervor. Neuestes Beispiel: CYE (von Cyberspace). Die Gruppe, die ihr Debutminialbum bereits 1990 vorgelegt hat (und momentan am ersten Long-player bastelt), hat sich dem modernen Progressive-Rock verschrieben. Beim Opener "Creatures of Oblivion* fallen mir besispielsweise spontan anhand der Gitarre YES (90125-Phase), RUSH oder (aber sehr entfernt) SAGA ein. Elegische Gitarren bestimmen das Bild auf "Fragments", orginelle Percussionssätze verleihen "Sweet Laughter" Abwechslung, hinzu kommen hier ebenfalls harte Gitarre und feinfühliges Keyboard. Die dunkle Stimme von Boris Bühler rundet die CD dann in exzellenter Weise ab.

CYE vollbringen das Kunststück, eingängige Musik kompliziert klingen zu lassen. Und da gibt es allzuviele Bands bzw Musiker, die diese Fertigkeit im gleichen Masse beherrschen. Fazit: Ein vielversprechender Einstand! - Markus Schurr

Heavy, oder was!?, März/April 1993 (original cover!)

The Final Touch

Die Schweiz entwickelt sich allmählich zu einem ernstzunehmenden Progrockland, den neben Clepsydra, Galahad und Deyss können die Eidgenossen nun mit CYE auf den vierten hoffnungsvollen Newcomer verweisen. CYE überzeugen mit einem druckvollen, sauberen Sound und erscheinen auf dieser Mini-CD sehr professionell, Die Musik klingt an allen Ecken und Enden perfekt durcharrangiert. Was manche Leute freuen wird ist, dass die Schweizer ihre Songs nicht in die Länge ziehen, was in dieser Musikrichtung nicht gerade unüblich ist. CYE legen ebenfalls grossen Wert auf Eingängigkeit und schöne Harmonien, aber dies stets mit Niveau und hintergründigen, spieltechnischen Feinheiten.

Beim Hören der spärlich eingesetzten Vocals assoziert man des öfteren mit Independent-Wave-Bands, was CYE eine ureigene Note verleiht. Wenn CYE es nächstes Mal schaffen, mehr Atmosphäre in ihre gelungenen Tracks zu packen, steht einer grösseren Populrität eigentlich nichts mehr im Wege.

Acid Dragon, Dezember 1992

The Final Touch

I have to say I love this album. Certainly because it reminds me of Camel, the contemporary (and beautiful) Camel of *Dust and Dreams". The same melancholy voice. The same plaintive guitars. The same inventive and delicate keyboards. And the same elaborate sound and mix. This first opus by an unknown Swiss band is perhaps a bit short (it's a mini cd of 20'), being more a visiting card than a complete album. But this record has unity, coherence: a beginning and an ending theme, a major leading idea... Almost a concept-album! Of course, this is not a novel, rather a kind of a beautiful short  story. But don't be afraid, this is a pure progressive germ in the great English tradtion with splendid melodies and harmonies! I told you I had to admit I love this record.

Roland Roque

Musik Express, September 1991 (original cover!)

Ein Art-Rock-Trio mit progressivem Geschmack

Ein halbes Jahr hat das Zürcher Art-Rock-Trio CYE im Heimstudio an den 20 Minuten ihrer Mini-CD The Final Touch gefeilt, entsprechend ausgearbeitet klingt das Resultat. Die abwechslungsreichen Songs stehen unverkennbar in der Tradition von Yes und Genesis. Klassische Raffinesse wird mit rockigen Rhythmen kombiniert.

Music Scene, September 1991

The Final Touch

Sie machen Musik, die die Geister scheidet. Marko Heinemann (Guitar), René Tecklenburg (Keyboards) und Michael Wernli (Vocals, Bass) werden von der einen Seite wohl belächelt (*ja früher, da hat man so was wohl noch gemacht"), von der anderen Seite aber mit Genugtuung zur Kenntnis genommen ("gut, dass es so was noch gibt*). CYE heisst das Trio aus Zürich, das - im Studio und auf der Bühne verstärkt durch verschiedene Musiker - sich voll und ganz dem sogenannten Art-Rock verschrieben hat.

Auf der Menu-Karte steht ein Dinner mit sechs Gängen, das jedem, der den früheren Yes nachtrauert, das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Versponnene Passagen lösen sich immer wieder auf in sehr melodiöse, locker dahinplätschernde Harmonien. Alles schon gehabt, wird es jetzt vorwurfsvoll heissen. Was haben wir denn noch nicht gehabt? Auf diese Frage folgt in den meisten Fällen das grosse Schweigen. Ja, was soll man eigentlich dagegen haben, wo doch heute jeder, absichtlich oder unabsichtlich, irgendwo abkupfert? Solange es so gut gemacht ist wie "The Final Touch" von CYE, gibt es aber auch gar nichts dagegen einzuwenden. Gut, dass es sowas noch gibt.

Züri Tip, 8.März 1991

Ernste Tasten, ernste CYEten

bv. Der Zürcher Keyboarder René Tecklenburg drückt am liebsten gleich alle zehn Finger in die Tasten und noch mehr. Ganz in der Spielart der frühsiebziger Mystizisten. Also gern todernst und melodramatisch. Seit etlichen Jahren und Bands schon. Die jüngste nennt sich "CYE" und spricht sich sai. Mit dabei ist Tecklenburgs langjähriger Saitenmann Marko Heinemann sowie ganz neu der Bassist und Sänger Michael Wernli. Auf dem Debut-Album "The Final Touch" - es wird diese Woche live vorgestellt - hat Boris Bühler gastweise sein Peter-Hamillsches Timbre unterlegt, und so dem "CYE"-Sound eine gewisse Farbe verliehen. Dunkel wie einst Van der Graaf.

Der Landbote, 8.Februar 1991

The Final Touch

(ldb) Nach längerer Studioarbeit ist CYE's (sprich "Sei") erste CD erschienen: "The Final Touch". Darauf finden sich sechs komplex arrangierte und verspielte Songs, teils instrumental, teils mit Gesang. Öffentliche Plattentaufe ist am Mittwoch, 13.März, 21 Uhr im Theatersaal Rigiblick in Zürich. (Türöffnung 20 Uhr)

CYE spielen in der neuen Besetzung seit Sommer 1990. "The Final Touch" wurde zum Teil mit Gastmusikern eingespielt. Die Strukturen der darauf verarbeiteten Kompositionen stammen von René Tecklenburg (Keyboards) und Marko Heinemann (Gitarre), den Gründungsmitgliedern von CYE, die auch schon früher musikalisch zusammenarbeiteten. Das Material von "The Final Touch" bildet zusammen mit Songs des neuen Sängers und Bassisten Michael Wernli und Instrumentalpassagen den Kern des etwa stündigen Liveprogramms.

CYE's Musik verlangt vom Hörer viel Aufmerksamkeit, wer sich Zeit nimmt, vermag allmählich in die verspielten Melodien ihrer komplex arrangierten Songs einzutauchen. Die Musiker sind von verschiedenen Musikrichtungen beeinflusst und daher auch offen für Experimente. Auf jeden Fall möchten sie ihre Eigenständigkeit bewahren.